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Was, wie und wo arbeiten Kinder- und Jugendmuseen?

Kindermuseen gibt es seit über 20 Jahren in Deutschland. Sie sind ganz besondere Orte zum Experimentieren und selbständigen Forschen, für Aktion und Interaktion. Das Hand’s on Prinzip, das heute allenthalben als Bildungs- und Vermittlungsmodell genutzt wird, galt in den Kinder- und Jugendmuseen schon von Anfang an. Und deswegen können sie mittlerweile auf einen Vermittlungs- und Erfahrungsschatz zurück blicken, der es ihnen erlaubt, mit ungewöhnlichen Projekten und Ideen den Kindern die Welt zu erklären.

Dieser Museumstyp wächst weltweit am stärksten. Auch in Osteuropa werden die ersten Kinder- und Jugendmuseen gegründet, mit denen sich neue Bildungsvorstellungen umsetzen lassen.

Das Besondere

Kindermuseen machen ihre Besucher zu Akteuren, zu Mitspielern, die Fragen stellen und selbst nach Lösungen zu suchen. Sie sind lebendige Kulturorte, die das Lernen zum Spiel machen. Gerade in der gegenwärtigen Bildungsdiskussion bieten Kinder- und Jugendmuseen die immer wichtiger werdende Vermittlung von Allgemeinwissen, von Kunst und Kultur auf dem Weg in die Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts.

Sie liefern Impulse für neues, unkonventionelles Denken, ungewöhnliche Fragen und Antworten. Kreativität braucht Ideen und immer neue Anregungen. Kinder- und Jugendmuseen sind Kreativitätsversorger. Sie stellen Wissen, besondere Lernwelten und Raum und Zeit zur Verfügung, stress- und angstfrei zu lernen.

Sie haben eigene Sammlungen oder sie sammeln Ideen und Themen aus unterschiedlichsten Wissensgebieten: von den Naturwissenschaften bis zur Kulturgeschichte präsentieren sie alles, was Kinder interessiert, was sie neugierig macht und ihren Wissensdurst befriedigt und fördert. Kindermuseen sind wunderbare Orte, an denen Wissenschaft und Spiel, Kunst und Kultur aufs Schönste miteinander verknüpft werden.

Kulturorte für die ganze Familie

Hier liegt auch der Schlüssel zu ihrem Erfolg. Sie bieten eine hervorragende Ergänzung zum schulischen Lernen. Sie sind Orte für die ganze Familie, für Schulklassen und Kindergärten, für Jung und Alt;  Kommunikationsorte für Kinder. Plätze zum Wohlfühlen, an denen man sich nicht für laute und lebhafte Kinder entschuldigen muss, wo sich Eltern entspannen können, weil sie hier mit ihren Kindern willkommen sind. Kindermuseen verstehen sich auch als kulturpolitische Antwort auf die gestiegenen Ansprüche der heutigen Elterngeneration.

Sie können ohne besondere Beherrschung kultureller Codes und Techniken besucht werden. Da über die Schulklassenbesuche alle gesellschaftlichen Gruppen erreicht werden, werden Kindermuseen auch von Kindern und Familien besucht, die gemeinhin nicht ins Museum gehen. Besonders Kinder aus sozial schwachen Familien und aus Familien mit Migrationshintergrund machen hier ihre ersten aufregenden Museumserfahrungen. Erfahrungen, die den Kindern vermitteln, dass es immer wieder ein Abenteuer ist, die Welt aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken.