Satzung

Satzung

Satzung des Bundesverband Deutscher Kinder- und Jugendmuseen e.V.

§ 1 Name, Sitz

  1. Der Verein trägt nach der Eintragung in das Vereinsregister den Namen „Bundesverband Deutscher Kinder–  und Jugendmuseen e. V.“.
  2. Der Verein hat seinen Sitz in Fulda.

§ 2 Zweck, Aufgaben

  1. Der Zweck des Vereins ist die Förderung der Kinder- und Jugendmuseen und der bundesweiten Initiativen zur Gründung von Kinder- und Jugendmuseen in Deutschland. Damit fördert der Verein die Freie Jugendhilfe und kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen.
  2. Gemäß seinem Zweck unterstützt der Verein die Arbeit der Kinder- und Jugendmuseen, Vereine und Initiativen. Er vertritt ihre gemeinsamen Interessen nach außen durch:
    1. bundesweite Verbreitung des Modells Kinder- und Jugendmuseen und die kulturpolitische Durchsetzung, Beratung bei der Planung und Gründung neuer Kinder- und Jugendmuseen sowie die Unterstützung des Ausbaus der bestehenden Kinder- und Jugendmuseen
    2. Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Kultureinrichtungen, Museen, Verbänden und anderen Bildungseinrichtungen
    3. Fachlichen Austausch in organisatorischen, pädagogischen, künstlerischen, wissenschaftlichen, methodischen und technischen Fragen
    4. Forschung und Theorie im Bereich der Kinder- und Jugendbildung und Kultur
    5. Symposien, Fachtagungen, Bundeskongresse und Herausgabe von Publikationen
    6. Aus- und Fortbildung von Fachkräften, die für und in Kindermuseen tätig sind.

§ 3 Gemeinnützigkeit

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
  2. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  3. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Die Ausschüttung etwaiger Gewinne und sonstiger Zuwendungen     aus Mitteln des Vereins an die Mitglieder wird ausgeschlossen. Niemand darf durch Ausgaben, die der Zweckbestimmung des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Erwerb der Mitgliedschaft

  1. Der Verein hat ordentliche und außerordentliche Mitglieder.
  2. Ordentliche Mitglieder können werden:
    Institutionen und gemeinnützige Einrichtungen mit eigener Rechtspersönlichkeit bzw. deren Teile, deren Hauptzweck es ist, ein eigenes Kinder- und Jugendmuseum zu betreiben.
  3. Außerordentliche Mitglieder können werden:
    1. natürliche Personen, die bereit sind, den Vereinszweck zu unterstützen und zu fördern.
    2. Förderer, die bereit sind, die Vereinszwecke in der Öffentlichkeit aktiv zu fördern und zu unterstützen
  4. Der Verein kann ein Präsidium wählen, das die Zwecke aktiv unterstützt.
  5. Die Aufnahme von neuen Mitgliedern erfolgt nach schriftlichem Antrag durch die Mitgliederversammlung.

§ 5 Mitgliedsbeiträge

  1. Von ordentlichen Mitgliedern wird ein jährlicher Beitrag erhoben.
  2. Von außerordentlichen Mitgliedern wird ein jährlicher Beitrag erhoben.
  3. Die Höhe der Beiträge und ihre Zahlungsweise wird durch die Mitgliederversammlung festgesetzt.

§ 6 Verlust der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Auflösung der als juristische Personen definierten Mitglieder, Austritt oder Ausschluss.
  2. Der Austritt ist mit vierteljährlicher Frist zum Jahresende dem Vorstand gegenüber zu erklären.
  3. Über den Ausschluss beschließt der Vorstand bei schwerwiegenden Verstößen gegen Ziele und Ansehen des Vereins unter Angabe von Gründen. Der Beschluss ist dem Mitglied schriftlich mitzuteilen. Gegen den Beschluss kann binnen eines Monats Widerspruch erhoben werden. Der Widerspruch wird mit einer Stellungsnahme des Vorstandes der Mitgliederversammlung des Vereins zur Beschlussfassung vorgelegt. Für die Entscheidung der Mitgliederversammlung ist eine Zweidrittelmehrheit der Anwesenden erforderlich.

§ 7 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 8 Organe und Einrichtungen

  1. Organe des Vereins sind:
    1. der Vorstand
    2. die Mitgliederversammlung
    3. das Präsidium (optional)
  2. Einrichtungen des Vereins sind:
    1. die Geschäftstelle. Sie richtet sich nach dem Sitz des Vorstandes.

§ 9 Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus einem/er Vorsitzenden und zwei Stellvertreter/innen, einem/er Schatzmeister/in und bis zu drei weiteren Mitgliedern. Mitglieder des Vorstandes können nur ordentliche Mitglieder werden.
  2. Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der/die Vorsitzende und jeweils ein/e Stellvertreter/in. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich von dem/der Vorsitzenden und seinem/seiner Stellvertreter/in in der     Reihenfolge der Stellvertretung gemeinsam vertreten. Bei Verhinderung des Vorsitzenden sind die beiden Stellvertreter/innen gemeinsam entscheidungsberechtigt.
  3. Der Vorstand wird in seinen Funktionen von der Mitgliederversammlung für zwei Jahre gewählt.
  4. Eine zweimalige Wiederwahl des/der Vorsitzenden ist zulässig.
  5. Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Ablauf der Amtsdauer aus, so kann auf der nächsten Mitgliederversammlung auch wenn es nicht die ordentliche ist, ein neues Mitglied in den Vorstand gewählt werden, welches so lange amtiert, bis der gesamte Vorstand turnusmäßig (Abs.3) neu gewählt wird.
  6. Für die Dauer einer Wahlperiode können der ehrenamtliche Geschäftsführer und bis zu zwei stimmberechtigte Beisitzer in den Vorstand gewählt werden. Diese bilden zusammen mit dem geschäftsführenden Vorstand den erweiterten Vorstand.

§ 10 Aufgaben des Vorstandes

Dem Vorstand obliegt die Geschäftsführung nach Maßgabe der Satzung und der Beschlüsse der Mitgliederversammlung. Er ist für alle Vereinsaufgaben, soweit nicht anders geregelt, zuständig.

Er hat insbesondere folgende Aufgaben:

  1. Einberufung und Vorbereitung der Mitgliederversammlung.
  2. Erstellung eines Tätigkeits- und Haushaltsberichtes und Aufstellung eines Haushaltsplanes.
  3. Aufnahme und Pflege von Kontakten mit staatlichen und kommunalen Stellen und anderen öffentlichen Einrichtungen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.
  4. Vorschläge an die Mitgliederversammlung über Höhe und Fälligkeit des Beitrages sowie über Erlass und Stundung von Beiträgen.
  5. Mit der Wahrnehmung der laufenden Geschäfte kann der Vorstand einen Geschäftsführer beauftragen, dieser ist von der Mitgliederversammlung zu bestätigen.
  6. Die Mitglieder des Vorstandes erhalten für Ihre Tätigkeiten keine Vergütung, ihnen können jedoch Auslagen erstattet werden.

§ 11 Geschäftsführer

Der Geschäftsführer führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Er nimmt an den Vorstandssitzungen teil. Bei ehren-amtlicher Ausübung ist er bei den Vorstandssitzungen stimmberechtigt, bei entgeltlicher Ausübung hat er kein Stimm-recht.

§ 12 Mitgliederversammlung

  1. Durch den Vorstand wird die ordentliche Mitgliederversammlung mindestens einmal jährlich einberufen. Die Einberufung erfolgt schriftlich, spätestens 30 Tage vor dem Versammlungstermin unter Angabe der Tagesordnung.
  2. Die Aufgaben der Mitgliederversammlung sind insbesondere:
    1. Wahl des Vorstandes in seinen Funktionen und der beiden Rechnungsprüfer
    2. Entgegennahme des Tätigkeits- und Kassenberichtes
    3. Entlastung des Vorstandes und der Kassenführung
    4. Festsetzung der Mitgliedsbeiträge
    5. Diskussion und Verabschiedung des vom Vorstand aufgestellten Arbeitsplanes
    6. Sach- und Programmdiskussion und Entscheidungen gemäß § 2 der Satzung
    7. Beschlussfassung über Änderung der Satzung und Auflösung des Vereins
    8. Bestätigung des Geschäftsführers
    9. Einsetzung von Arbeitskreisen
  3. Der Vorstand kann eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Die Einladung muss mindestens dreißig Tage vor dem Termin schriftlich erfolgen. Er muss sie einberufen, wenn 1/4 der Mitglieder dies schriftlich verlangt.

§ 13 Beschlussfähigkeit

  1. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Drittel seiner ordentlichen Mitglieder anwesend sind. Der Vorstand beschließt mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des/der Vorsitzenden. Die Tagesordnung der Vorstandssitzung ist den Mitgliedern 4 Wochen vor der Sitzung bekannt zu geben. Nur über die darin aufgeführten Punkte  darf verbindlich beschlossen werden. Bei Beschlussunfähigkeit des Vorstandes muss eine zweite Sitzung mit derselben Tagesordnung einberufen werden, die dann ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden beschlussfähig ist.
  2. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn 1/4 ihrer ordentlichen Mitglieder erschienen ist. Sie beschließt mit einfacher Mehrheit. Kommt die Mehrheit nicht zustande, wird erneut eingeladen. Wahlen erfolgen in geheimer, schriftlicher Abstimmung und in einzelnen Wahlgängen. Bei Stimmengleichheit der einzelnen Kandidaten muss eine Stichwahl erfolgen. Eine Satzungsänderung bedarf einer 3/4-Mehrheit der erschienenen Mitglieder.

§ 14 Auflösung des Vereins

  1. Über die Auflösung des Vereins kann  nur eine außerordentliche Mitgliederversammlung beschließen, die eigens zu diesem Zweck einberufen werden muss. Hierzu müssen zwei Drittel der Mitglieder erschienen sein. Für die Auflösung müssen zwei Drittel der erschienenen Mitglieder stimmen.
  2. Bei Beschlussunfähigkeit ist vom Vorstand unverzüglich eine neue Versammlung einzuberufen, die mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der erschienenen ordentlichen Mitglieder beschließt.
  3. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. oder an den Bundesverband der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen e.V. Für die Wirksamkeit des Beschlusses ist die vorherige Zustimmung des zuständigen Finanzamtes erforderlich.

Stand: Juli 2006